Zentralbank druckt neue Peso-Scheine mit höheren Werten

Kubas Zentralbank macht einen weiteren Schritt hin zur Währungsreform. Wie im Sommer vergangenen Jahres angekündigt, werden ab dem 1. Februar neue Peso-Scheine mit höheren Werten in Umlauf gebracht. Dadurch sollen die Einkäufe in den Geschäften bei größeren Summen einfacher werden. Seit März 2014 können die Kubaner in zahlreichen Devisengeschäften in nationaler Währung (CUP) bezahlen.

Bisher war der 100-Peso Schein die höchste verfügbare Banknote, sie entspricht einem Wert von 4 US-Dollar. Seitdem nun auch in den staatlichen Devisenläden mit CUP bezahlt werden kann, haben sich vor allem beim Kauf von höherwertigen Konsumgütern lange Schlangen gebildet. Um ein Produkt für 1.000 US$ in Peso zu bezahlen, braucht man mindestens 250 Scheine.

Die kubanische Zentralbank will das Problem lösen, indem schrittweise neue Scheine im Wert von 1000, 500 und 200 Peso in Umlauf gebracht werden. Die Ausgabe soll vor allem in Wechselstuben erfolgen und in der Hauptstadt Havanna am 1. Februar beginnen. Im Laufe des Jahres sollen die neuen Scheine auch in den Provinzhauptstädten ausgegeben werden.

Die neuen Scheine haben das selbe Format wie bisherige CUP-Banknoten, sie sind darüber hinaus jedoch mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen wie Hologrammen ausgestattet und verfügen über eine Stelle in Blindenschrift, mit der sich der Wert der Banknote in Erfahrung bringen lässt. Auf der Vorderseite befinden sich die Bilder von Frank País (200 Peso), Ignacio Agramonte (500 Peso) und Julio Antonio Mella (1000 Peso). Das Wasserzeichen besteht aus einem Bild von Celia Sánchez.

Parallel zu den neuen Scheinen soll auch die Verwendung von EC-Karten in Kuba gefördert werden. Zu den 3.242 Lesegeräten, die in den Geschäften des Landes vorhanden sind, sollen in diesem Jahr 506 weitere hinzukommen. Die bargeldlose Bezahlung wird von den Kubanern bisher noch nicht gut angenommen, da es oftmals zu technischen Problemen kommt. Bisher kommt das System vor allem zur Ausbezahlung von Renten zum Einsatz. In den kommenden Jahren sollen sich EC-Karten in Kuba deutlich stärker verbreiten.

Im Zuge der Abschaffung der Devisenwährung CUC, werden in diesem Jahr die Bezahlmöglichkeiten in Peso auf alle Geschäfte und Tankstellen des Landes ausgedehnt. Die staatlichen Unternehmen des Landes bereiten sich derweil schon auf den „Tag Null“ vor, an dem der konvertible Peso aus der Zirkulation verschwinden wird. Ein genaues Datum für diesen Tag ist indes nicht bekannt, allerdings vermuten ausländische Unternehmer, dass es noch in diesem Jahr soweit sein könnte.

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Die neuen Geldscheine im Überblick (Quelle: Cubadebate)

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