Behörden in Kuba bestätigen Wahl von 12.589 Delegierten

Voto2015

Plakat zu den Kommunalwahlen 2015 (Quelle: Cubadebate)

Havanna. Nach Angaben der Nationalen Wahlkommission in Kuba (CEN) wurden bei den im vergangenen April abgehaltenen Kommunalwahlen in direkter und geheimer Abstimmung 12.589 Delegierte gewählt. In der ersten Runde wurden am 19. April 11.423 Abgeordnete gewählt. Bei einer Stichwahl eine Woche später setzten sich 1.166 Kandidaten durch.

Es gibt in Kuba keine Parteilisten, auch nicht von der regierenden Kommunistischen Partei. Die Kandidaten, mindestens zwei, höchstens acht, werden direkt von der Bevölkerung in den kleinen Wahlkreisen vorgeschlagen und aufgestellt. Aus den Daten der Wahlkommission geht hervor, dass 34,47 Prozent der gewählten Abgeordneten nicht der KP angehören.

Laut der CEN-Informationen sind von der Gesamtheit der Gewählten 4.405 Frauen, was einem Prozentsatz von 34,9 Prozent entspricht, und 1.935 Jugendliche (15,3 Prozent). Wie die Tageszeitung Granma, das Zentralorgan der KP Kubas, präzisierte, erfüllten im Moment ihrer Wahl bereits 6.674 von ihnen Aufgaben als kommunale Abgeordnete im Rahmen des Systems der „Volksmacht“. Andere sind Delegierte in ihren jeweiligen Provinzparlamenten und 220 nehmen einen Abgeordnetensitz in der Nationalversammlung ein.

Was ihre Schulbildung angeht, so besitzt die große Mehrheit von 6.177 einen mittleren Schulabschluss und 5.162 haben einen Hochschulabschluss. Mit 58,5 Prozent (7.376) sind Weiße, 16,8 Prozent (2.127) Schwarze und 24,5 Prozent (3.086) Mulatten.

Die berufliche Zusammensetzung weist 4.036 Abgeordnete aus, die in Produktion und Dienstleistungen beschäftigt sind, 187 im Bereich des Sports, 26 in der Forschung, 122 im kulturellen Sektor, 32 in Printmedien, Radio oder Fernsehen, 40 Abgeordnete sind Pächter im Nießbrauch, 601 Rentner, drei von der Vereinigung der Kämpfer der Kubanischen Revolution, 325 Hausfrauen, 54 Studenten, 601 Bauern und 257 Genossenschaftler. Außerdem gibt es noch zwei Vertreter religiöser Institutionen, 322 arbeiten in Bereichen der nichtstaatlichen Verwaltung, 141 sind Mitglieder der Revolutionären Streitkräfte, 421 sind im Innenministerium tätig und 260 mit zivilen Verteidigungsaufgaben beschäftigt.

Die übrigen Abgeordneten – so führt die CEN abschließend aus – lassen sich als politische Führungskräfte aus sozialen und Massenorganisationen, staatlichen Gremien, der Regierung und dem System der Poder Popular, sowie als Manager in Betrieben und Verwaltungen einordnen.

Insgesamt sind 7.392 Mitglieder der Kommunistischen Partei Kubas und 857 der Union Junger Kommunisten.

von Klaus E. Lehmann / Amerika21

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