Währungsreform kommt – Raúl Castro setzt dem CUC ein Ultimatum

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Der CUC (unten) soll bis zum Ende des Jahres verschwinden (Quelle: Cubanet)

Kuba könnte schon bald die lang angekündigte Währungsreform durchführen und zu einer Währung zurückkehren. Nach Angaben von „Cubanet„, die sich auf Informationen aus Regierungskreisen stützen, soll der konvertible Peso (CUC) in einigen Wochen aus der Zirkulation verschwinden. Präsident Raúl Castro habe der Zentralbank eine Frist bis zum Jahresende gesetzt.

Bereits seit vielen Jahren wird in Kuba über die Abschaffung des dualen Währungssystems diskutiert. Auf Kuba existiert seit der Legalisierung des US-Dollars im Jahr 1993 neben dem kubanischen Peso (CUP) eine zweite Währung. 2004 wurde der US-Dollar durch den CUC abgelöst, der im Wechselkurs 1:1 mit dem Dollar verknüpft ist und von der kubanischen Zentralbank herausgegeben wird. Die Existenz zweier Währungen sorgt auf der Insel nicht nur für verzerrte Bilanzen und unzuverlässige Statistiken sondern trägt auch zur sozialen Ungleichheit bei.

Die Rückkehr zu einer Währung, dem kubanischen Peso (CUP) und die Abschaffung des CUC wurde im Jahr 2013 angekündigt. Die Währungsreform laufe nach einem mehrstufigen Plan, hieß es damals. Frühere Meldungen gaben an, dass der interne Zeitplan der Regierung das Jahr 2016 als deadline ansieht. „Es muss noch vor Jahresende sein, das sieht die Direkte vor. Derzeit arbeitet man an den Details“, sagte ein Verantwortlicher der Zentralbank unter vorgehaltener Hand gegenüber „Cubanet“.

Seit 2014 kann in vielen staatlichen Einrichtungen auch mit kubanischen Pesos bezahlt werden, der CUC verliert immer weiter an Bedeutung im Alltag. „Ein Faktor, der die Währungsreform verzögert hat ist die überschüssige Geldmenge in Zirkulation und die Bestrebung, eine katastrophale Inflation zu vermeiden“, wird der Funktionär weiter zitiert. „Wir hatten nun die schwierigsten Monate, weil die Währungsreform Maßnahmen mit sich brachte, die zu Abwesenheit von Produkten in den Läden geführt haben […]. Die Regierung bereitet sich auf die Ausgabe von Krediten in Millionenhöhe für internationale Organisationen vor die Garantien benötigen und wir sind dabei Schulden zu verhandeln, die sich im Laufe von über 30 Jahren angehäuft haben und sich auf über 30 Mrd. US-Dollar belaufen.“

„Wir können jetzt nicht weiter warten, weil das andere Fragen lähmen würde“, wird eine Funktionärin im Ministerium für Finanzen und Preise zitiert. „Derzeit wird der neue Wechselkurs diskutiert, der ohne Zweifel niedriger ausfallen wird.“ Der Staat würde derzeit die Importe beschneiden und einen Kurs der Sparsamkeit verfolgen um die internen Devisenreserven aufzustocken. Der neue Wechselkurs soll laut der Funktionärin zwischen 15 und 18 CUP für einen CUC liegen. Derzeit ist ein CUC an den Wechselstuben 25 Pesos wert.

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2 Gedanken zu „Währungsreform kommt – Raúl Castro setzt dem CUC ein Ultimatum

  1. Wenn de CUC abgeschafft ist, wird wieder der Dollar eine illegale Zweitwährung für den Schwarzmarkt. Der Dollar ist überall auf den Schwarzmärkten Lateinamerikas ist Währung. Der CUC war ein Stück nationale Souveränität, das Cuba wegen sozialer Ungleicheit aufgibt. Das wird sich durch den Dollar nicht ändern, den diesen kontrollieren die Gringos und die lassen nicht mit sich spaßen, die wollen Cuba zurückerobern. Leider war die kubanische Revolution in wirtschaftlichen Fragen schwach auf der Brust, siehe unseren geschätzten „El Santo Che“, der viel zu früh sinnlos gestorben ist. Cuba wird diese Fehlentscheidung überleben, denn die Leute dort wollen nicht mehr Bordell der Yankees werden. Die sind eben anders, als das ex DDR-Volk, das nach Bananen und DM schrie und mit Deinstustrialisierung bestraft wurde.

  2. Der CUC war ein Notbehelf, um Devisen in die Staatskasse zu leiten. Ein Stück nationale Souveränität war er ebenso wie es der Peso Cubano ist – eine nationale Währung eben. Es ist vollkommen unerheblich, welche Währung auf dem Schwarzmarkt kursiert – der Schwarzmarkt ist das Problem!

    Wo ein funktionierender Markt ist, braucht es keinen Schwarzmarkt. Diese Lektion haben die Kubaner gelernt. Jetzt geht es darum, den Markt dem Gemeinwohl zu unterwerfen, zu kontrollieren und zu benutzen. Dabei ist Kreativität gefragt und davon haben die Leute eine Menge.

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