Fernando González ist neuer Chef des ICAP

Fernando González kehrte als zweiter der „Cuban Five“ im Februar 2014 nach Kuba zurück (Quelle: Radio Rebelde)

Fernando González von den „Cuban Five“ ist neuer Leiter des kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP). Dies meldete das Institut in einer Pressemitteilung, die dem Nachrichtenportal „Cubadebate“ vorliegt. Bereits seit 2014 ist González, der von Präsident Raúl Castro mit dem Orden „Held der Republik Kubas“ ausgezeichnet wurde, Vizepräsident der traditionsreichen Einrichtung.

González wurde zusammen mit vier anderen Geheimagenten im Jahr 1997 in den USA inhaftiert, weil er Informationen zur Verhinderung von Terroranschlägen auf Kuba an die US-Behörden weitergab. Trotz internationaler Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens, wurde die Gruppe zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Im Rahmen von Verhandlungen der kubanischen Regierung mit der Obama-Administration wurde er im Februar 2014 als zweiter der „Cuban Five“ aus der Haft entlassen. Im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zwischen Kuba und den USA kehrten auch die übrigen der Gruppe im Dezember 2014 nach Kuba zurück. Fernando González übernahm noch im selben Jahr die Vizepräsidentschaft des ICAP.

Die bisherige Leiterin des Instituts, Kenia Serrano Puig, bekleidete diesen Posten seit acht Jahren. Sie wurde von ihrer Tätigkeit mit Lob für ihre „verdiente politische Arbeit“ freigestellt, heißt es in dem Pressestatement. Vor seiner Tätigkeit als Geheimagent machte Fernando González 1987 einen Abschluss im Bereich der internationalen Beziehungen auf der Akademie des kubanischen Außenministeriums und diente bis 1989 im Rahmen einer Freiwilligenmissionin in einer Panzerbrigade in Angola.

Das kubanische Institut für Völkerfreundschaft (ICAP) wurde am 30. Dezember 1960 gegründet und hatte zunächst die Betreuung ausländischer Arbeitsbrigaden und Studenten zum Auftrag. Heute  koordiniert das ICAP die Solidaritätsarbeit zahlreicher Länder mit Kuba. Das ICAP besitzt Niederlassungen in allen kubanischen Provinzen.

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